Lebenslauf

Am 27. Juli 1951 wurde ich in Duisburg geboren und machte dort am Staatlichen Landfermann-Gymnasium das Abitur. Nach dem Abitur machte ich ein „Freiwilliges soziales Jahr" (Jahr für die Kirche) im Caritaskinderdorf „Maria in der Drucht" in Duisburg. Es folgte das Studium für das „Lehramt an der Grund- und Hauptschule" mit den Unterrichtsfächern Deutsch und kath. Religion an der Universität Essen Gesamthochschule. Ein wichtiger Schwerpunkt in diesem Studium war die Kinder- und Jugendliteratur aus germanistischer, pädagogischer und psychologischer Sicht. Nach dem Vorbereitungsdienst am Bezirksseminar in Witten erfolgte eine Beschäftigung an der Karl-Ziegler-Schule, einem Gymnasium in Mülheim an der Ruhr. und non August 1981 bis Januar 1988 Beschäftigung an der Gemeinschaftshauptschule Werthstr. in Duisburg-Laar. Diese Hauptschule im Duisburger Norden hatte damals einen Anteil an türkischen Schülern von ca. 50 %. Als Klassenlehrer von zwei Vorbereitungsklassen ergab sich hier der Schwerpunkt „Deutsch als Fremdsprache", in dem ich mich an der Universität Essen fortbildete, und es wurde das Interesse am Islam geweckt. Das führte zu einem Engagement im interreligiösen Dialog. Mehrere Jahre war ich im Vorstand des „Verein für christlich-islamische Begegnung - Ruhr e. V.", der vor allem im Ruhrgebiet aktiv ist, und in der „Christlich-Islamischen Gesellschaft e. V." in der Bundesrepublik Deutschland. Als Vorsitzender des „Verband Bildung und Erziehung - Gesamtverband der Lehrer und Erzieher im Deutschen Beamtenbund" - Stadtverband Duisburg, für den ich auch sieben Jahre im örtlichen Personalrat der Grund- und Hauptschullehrer die Belange der Kolleginnen und Kollegen vertrat, organisierte und leitete ich im September 1985 den Lehrertag zum Thema „Islam und Schule", der mit ca. 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern weit über die Stadtgrenzen hinaus Interesse fand. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Islam motivierte mich zum Studium der Theologie, das ich an der Ruhruniversität in Bochum absolvierte. In diesem Studium war ein wesentlicher Schwerpunkt der interreligiöse Dialog. So schrieb ich die Diplomarbeit zu dem Thema: „Chancen und Grenzen des Christlich-Islamischen Dialogs auf dem Hintergrund der Kommunikationsaxiome von Paul Watzlawick". Nach meinem Diplom ging ich zunächst nach Jerusalem und wurde als Bruder Andreas Mitglied in der Abtei Dormitio auf dem Berg Zion (heute Abtai Hagia Maria Sion). Nach dem Noviziat verließ ich das Kloster wieder, da inzwischen alle jungen Mitbrüder gegangen waren. Meiner benediktinischen Berufung blieb ich jedoch dadurch treu, dass ich mich dem Zisterzienserkloster Langwaden, mit dem ich schon lange verbunden war, als Weltoblate anschloss. Vorübergehend arbeitete ich ehrenamtlich bei dem „Referat für den Interreligiösen Dialog" im Erzbistum Köln mit, in dessen Auftrag ich eine Handreichung über die katholisch-islamische Ehe verfasste. Ich bewarb mich dann als Priesteramtskandidat im Bistum Essen und wurde 1995 in das Priesterseminar aufgenommen. Mein Praktikum machte ich in der Pfarrei St. Ludgerus in Bottrop-Fuhlenbrock. Nach meiner Priesterweihe am 16. Mai 1997 wurde ich Kaplan in der Pfarrei St. Dionysius in Essen-Borbeck. Das Bistum Essen stellte mich dann zum 1. Februar 2001 frei für die Militärseelsorge. Anfang 2007 wurde ich von der "Weggemeinschaft St. Benedikt", die sich regelmäßig in Bochum trifft, gebeten, die Funktion eines geistlichen Begleiters zu übernehmen, dem ich auch gern zugesagt habe. Am 30. April 2016 endet nun meine Zeit als Militärpfarrer endgültig.

Am 1. Oktober werde ich dann eine Stelle als Pastor in der Gemeinde Christus unser Friede in der Pfarrei St. Michael in DU-Meiderich übernehmen.